Sprachmagie
Kapitel
1 – Danke 05.04.2017
Das
Wort „Dank“ kommt von dem Wort Denken. Die ursprüngliche
Bedeutung ist, „jemanden in (seinen) Gedanken halten“.
Wann
bedanken wir uns? Oft, wenn wir etwas bekommen, ohne (gleich) etwas
zurückgeben
zu können, weil wir nicht mit der Gabe gerechnet haben. Oder, wenn wir etwas zu einem Anlass bekommen. Aber auch generell, wenn der andere etwas gibt, sei es Aufmerksamkeit („Danke fürs Zuhören“), eine Geste, wie z.B. wenn uns jemand die Tür aufhält, wenn wir etwas bekommen, ohne dass es Pflicht wäre, etwa wie
zu können, weil wir nicht mit der Gabe gerechnet haben. Oder, wenn wir etwas zu einem Anlass bekommen. Aber auch generell, wenn der andere etwas gibt, sei es Aufmerksamkeit („Danke fürs Zuhören“), eine Geste, wie z.B. wenn uns jemand die Tür aufhält, wenn wir etwas bekommen, ohne dass es Pflicht wäre, etwa wie
die
Scheibe Wurst für das Kind an der Fleischtheke.
Seinen
Dank kann man auf verschiedene Art zum Ausdruck bringen. Die
einfachste Form ist ein gesprochenes „Danke“.
Wenn
man sich bedankt geschieht ein Energieausgleich. Eine Art
„Entschuldung“.
Was
ist eine angemessene Reaktion auf ein „Danke“?Warum reagieren wir
überhaupt auf ein „Danke“? Unsere Reaktion soll zeigen, dass wir
den Dank angenommen haben. Die einfachste und bei uns üblichste Form
ist ein „Bitte. In anderen Ländern gibt es andere übliche
Redewendungen für diesen Zweck. In Amerika heißt es „Your
welcome“ (wörtlich übersetzt „du bist willkommen“), in
Spanien „de nada“ („für nichts“ - keine Ursache), in
Frankreich „s'il vous plaît“ („wenn es ihnen gefällt“).
Diese ganzen Floskeln sollen zum Ausdruck bringen, dass der Dank
angenommen wurde.
Außer
dem einfachen „Bitte“ gibt es auch bei uns noch andere Formen und
Anhänge.
„Bitte,
gern geschehen“, „gerne“, „keine Ursache“... also ist am
Ende alles ausgeglichen.
In
den letzten Jahren begegnet uns vermehrt eine Floskel: „Nicht
dafür“.
Obwohl
diese vergleichbar ist mit „De nada“ oder „keine Ursache“
(welche die übergebene Gabe energetisch nihilieren), verursacht sie
im Gegensatz ein ungutes Gefühl. Wer in sich hinein fühlt, bemerkt
eine Art Blockade, einen Druck, da stimmt was nicht:
DANKE
→ NICHT DAFÜR!
Hier
wird im Gegensatz zum „De Nada“ nicht die Gabe nihiliert, sondern
das „Danke“.
DANKE
→ NICHT DAFÜR!
Ja,
für was denn sonst? Der Energieaustausch findet nicht statt, du
stehst alleine da, isoliert, ohne einen Ausgleich. Und trotzig kommt
da innen ein „Doch, genau dafür!“ hoch.
Energetisch
kann man die Runen heranziehen, um die Notwendigkeit eines solchen
Ausgleichs zu begründen. Da finden sich zwei, die sehr gut passen:
GEBO und DAGAZ.
GEBO:
Ich gebe etwas. Man hat eine Verantwortung dafür, was man gibt.
Achte darauf, dass das WAS du gibst, von dem, der es empfängt, auch
zurück gegeben werden kann. Jedes Geschenk birgt insofern eine
Verantwortung, jedes Geschenk, das den Beschenkten überfordert, wird
diesen ggf. sein Leben lang verfolgen. Einfach nur Geben ist es
nicht, es ist immer ein Geben UND Nehmen.
Das
drückt sich folgerichtig in der Rune DAGAZ aus. Sie steht für den
Ausgleich, denn es gibt immer einen Energieausgleich. Es gibt kein
Licht ohne Dunkel und umgekehrt, keinen Tag ohne Nacht. Wir Menschen
merken das. Jemand, der übermäßig beschenkt wird, ist beschämt.
Kaum einer kann es ertragen, dass er mit einer Schuld zurück
gelassen wird. „Nicht dafür“ nimmt dem Gegenüber die
Möglichkeit, wie oben schon bemerkt, zurück zu geben. Diese Floskel
ist eine Missachtung des Gegenübers.
Im
schlimmsten Fall stellt sich derjenige, der diese Floskel benutzt
ÜBER den Gegenüber, ein Zeichen von Arroganz. Dies ist demjenigen
in der Position des „Nicht dafür“ nicht mal unbedingt bewusst.
Sie bringt das Gleichgewicht ins kippen, sie missachtet DAGAZ und die
Verantwortung die GEBO dem Gebenden auferlegt. Lasst es als Gebender
zu, dem Empfangenden seinen Dank zu sagen. Sorgt für den Fluss aller
Energien!
Dies
ist wie bei FEHU, der Rune des beweglichen Besitzes, die eine
Blockade des Energieflusses bestraft. Wer auf Basis von FEHU Eigentum
anhäuft, wird irgend wann darunter leiden, wenn er davon nichts
abgibt. Für diesen Umstand gibt es Belege. Richtig ist, dass Besitz
fließen muss. Geben muss Nehmen ermöglichen, sonst ist es
krankhaft. Die Blockade eines (jeglichen) Energieflusses ist
ungesund.
Wer
ein Danke nicht zulässt, wird vielleicht erleben, dass der
Empfangende den Gebenden in Zukunft meidet. Lasst die Energie
fließen, egal in welchem Umstand, in welcher Situation auch immer.
Danke?
Bitte!
Achte
mehr auf Deine Worte!
Urna
und Ydalir