Montag, 29. Mai 2017

Sprachmagie Teil 1


Sprachmagie


Kapitel 1 – Danke 05.04.2017

Das Wort „Dank“ kommt von dem Wort Denken. Die ursprüngliche Bedeutung ist, „jemanden in (seinen) Gedanken halten“.

Wann bedanken wir uns? Oft, wenn wir etwas bekommen, ohne (gleich) etwas zurückgeben 
 zu können, weil wir nicht mit der Gabe gerechnet haben. Oder, wenn wir etwas zu einem Anlass bekommen. Aber auch generell, wenn der andere etwas gibt, sei es Aufmerksamkeit („Danke fürs Zuhören“), eine Geste, wie z.B. wenn uns jemand die Tür aufhält, wenn wir etwas bekommen, ohne dass es Pflicht wäre, etwa wie
die Scheibe Wurst für das Kind an der Fleischtheke.
Seinen Dank kann man auf verschiedene Art zum Ausdruck bringen. Die einfachste Form ist ein gesprochenes „Danke“.
Wenn man sich bedankt geschieht ein Energieausgleich. Eine Art „Entschuldung“.
Was ist eine angemessene Reaktion auf ein „Danke“?Warum reagieren wir überhaupt auf ein „Danke“? Unsere Reaktion soll zeigen, dass wir den Dank angenommen haben. Die einfachste und bei uns üblichste Form ist ein „Bitte. In anderen Ländern gibt es andere übliche Redewendungen für diesen Zweck. In Amerika heißt es „Your welcome“ (wörtlich übersetzt „du bist willkommen“), in Spanien „de nada“ („für nichts“ - keine Ursache), in Frankreich „s'il vous plaît“ („wenn es ihnen gefällt“). Diese ganzen Floskeln sollen zum Ausdruck bringen, dass der Dank angenommen wurde.
Außer dem einfachen „Bitte“ gibt es auch bei uns noch andere Formen und Anhänge.
Bitte, gern geschehen“, „gerne“, „keine Ursache“... also ist am Ende alles ausgeglichen.
In den letzten Jahren begegnet uns vermehrt eine Floskel: „Nicht dafür“.
Obwohl diese vergleichbar ist mit „De nada“ oder „keine Ursache“ (welche die übergebene Gabe energetisch nihilieren), verursacht sie im Gegensatz ein ungutes Gefühl. Wer in sich hinein fühlt, bemerkt eine Art Blockade, einen Druck, da stimmt was nicht:
DANKE → NICHT DAFÜR!
Hier wird im Gegensatz zum „De Nada“ nicht die Gabe nihiliert, sondern das „Danke“.
DANKE → NICHT DAFÜR!
Ja, für was denn sonst? Der Energieaustausch findet nicht statt, du stehst alleine da, isoliert, ohne einen Ausgleich. Und trotzig kommt da innen ein „Doch, genau dafür!“ hoch.
Energetisch kann man die Runen heranziehen, um die Notwendigkeit eines solchen Ausgleichs zu begründen. Da finden sich zwei, die sehr gut passen: GEBO und DAGAZ.
GEBO: Ich gebe etwas. Man hat eine Verantwortung dafür, was man gibt. Achte darauf, dass das WAS du gibst, von dem, der es empfängt, auch zurück gegeben werden kann. Jedes Geschenk birgt insofern eine Verantwortung, jedes Geschenk, das den Beschenkten überfordert, wird diesen ggf. sein Leben lang verfolgen. Einfach nur Geben ist es nicht, es ist immer ein Geben UND Nehmen.
Das drückt sich folgerichtig in der Rune DAGAZ aus. Sie steht für den Ausgleich, denn es gibt immer einen Energieausgleich. Es gibt kein Licht ohne Dunkel und umgekehrt, keinen Tag ohne Nacht. Wir Menschen merken das. Jemand, der übermäßig beschenkt wird, ist beschämt. Kaum einer kann es ertragen, dass er mit einer Schuld zurück gelassen wird. „Nicht dafür“ nimmt dem Gegenüber die Möglichkeit, wie oben schon bemerkt, zurück zu geben. Diese Floskel ist eine Missachtung des Gegenübers.
Im schlimmsten Fall stellt sich derjenige, der diese Floskel benutzt ÜBER den Gegenüber, ein Zeichen von Arroganz. Dies ist demjenigen in der Position des „Nicht dafür“ nicht mal unbedingt bewusst. Sie bringt das Gleichgewicht ins kippen, sie missachtet DAGAZ und die Verantwortung die GEBO dem Gebenden auferlegt. Lasst es als Gebender zu, dem Empfangenden seinen Dank zu sagen. Sorgt für den Fluss aller Energien!
Dies ist wie bei FEHU, der Rune des beweglichen Besitzes, die eine Blockade des Energieflusses bestraft. Wer auf Basis von FEHU Eigentum anhäuft, wird irgend wann darunter leiden, wenn er davon nichts abgibt. Für diesen Umstand gibt es Belege. Richtig ist, dass Besitz fließen muss. Geben muss Nehmen ermöglichen, sonst ist es krankhaft. Die Blockade eines (jeglichen) Energieflusses ist ungesund.
Wer ein Danke nicht zulässt, wird vielleicht erleben, dass der Empfangende den Gebenden in Zukunft meidet. Lasst die Energie fließen, egal in welchem Umstand, in welcher Situation auch immer.
Danke?
Bitte!

Achte mehr auf Deine Worte!

Urna und Ydalir